
Musik, Geschichten und Bilder an der Schmida


©Elisabeth Jegel
Wo ist die Schmida?
Das Schmidatal ist ein magischer Landstrich im östlichen Weinviertel. Eine fast unbebaute und schier endlose Weite wird von Weinbergen umsäumt. Darin gibt es neben verträumten kleinen Kellergassen und weiten Feldern stonehengeähnliche Gesteinsformationen, einen mehrere Jahrtausende alten Kultplatz, Funde von Keltensiedlungen, Ansammlungen von Großtrappen und dies alles umwölbt von phantastischen Himmels-Szenarien.
Namensgeberin des Schmidatals im westlichen Weinviertel ist der Fluss, die „Schmida“ – doch – wo ist die Schmida?
Wurde sie in den vergangenen Jahren zu einem geraden Strich reguliert und ist fast nicht mehr sichtbar. Mit dem Projekt „Wo ist die Schmida“ möchten wir dem Lebensraum Schmida Ausdruck verleihen, den Fluss sichtbar machen und mit Musik, Fotos und Erzählungen wieder an die „Oberfläche“ holen.
Die Veranstaltung:
Fedora Wesseler liest im Rahmen einer Wanderung entlang der Schmida und durch Frauendorf hindurch eine neue Geschichte über den Fluss Schmida. Begleitet wird diese Märchenwanderung von neuer Musik der Komponistin Johanna Doderer (Violine/Judith Fliedl, Harfe/Elisabeth Plank).
Ziel der musikalisch-literarischen Wanderung ist der „Romantikkeller“. Dort in den sanften Hügeln der Weinberge hinter Frauendorf finden dann die Auflösung der Geschichte und anschließend ein Konzert statt. In diesem Weinkeller ist auch die Fotoausstellung des Fotografen Josef Leitner zu besichtigen. Er fotografierte die Schmida über ein Jahr lang und in den unterschiedlichsten Stimmungen. Manche Bilder sind dabei doppelt: im „Jetztzustand“ und Bilder, die bearbeitet wurden – nämlich so, wie der Fluss in einem nicht regulierten Zustand aussehen könnte.
Abschließend zu der Veranstaltung liest der in Sitzendorf an der Schmida lebende Autor Milan Racek aus seinem Essay über die Geschichte des Schmidatals. Für Wein und Kulinarik ist gesorgt.

17., 18. und 19. Juli 2026
jeweils ab 17.00 Uhr
A-3714 Frauendorf an der Schmida
westliches Weinviertel | Niederösterreich
Das Team:
Johanna Doderer | Komposition
Fedora Wesseler | Erzählung über die Schmida
Josef Leitner | Fotoausstellung
Milan Ráček | Geschichte des Schmidatals
Judith Fliedl | Violine
Elisabeth Plank | Harfe
Jürgen Heimbach | Grafik
Franz Schuh | Romantikkeller/Winzer
Produktion des Viertelfestivals 2026

©Maria Frodl
Johanna Doderer
Die Musik von Johanna Doderer behauptet sich in den großen Musikhäusern der Welt neben klassischem und zeitgenössischem Repertoire und längst wird die Musik Doderers von international erfolgreichen Künstlern weltweit geliebt und begeistert interpretiert. Der Schwerpunkt ihres Schaffens liegt in der Oper, sie arbeitete u.a. für die Wiener Staatsoper, die Oper in Erfurt, das Staatstheater am Gärtnerplatz in München und das Theater an der Wien. Zuletzt entstanden Beiträge für eine Opernperformance von Florentina Holzinger (Schwerin/D, Wiener Festwochen / Oper Stuttgart / Berlin 2024). Neben zahlreichen Werken für Kammermusik hat Johanna Doderer mehrere Stücke für großes Orchester und eine Reihe von Instrumentalkonzerten geschrieben. Derzeit komponiert sie neben anderen Auftragsarbeiten eine weitere Oper für das Staatstheater am Gärtnerplatz mit Text von Peter Turrini.

Fedora Wesseler
Fedora Wesseler promovierte an der Sorbonne in Paris. Es folgten Engagements als Dramaturgin u. a. am Opernhaus Zürich, bei den Salzburger Festspielen sowie am Staatstheater am Gärtnerplatz München. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Aufsätzen veröffentlichte sie Übersetzungen ins Deutsche und Französische von Theaterstücken, Opernlibretti, Lyrik und Prosa, darunter die französische Übersetzung von Thomas Hürlimanns Roman »Vierzig Rosen«. 2025 wurde ihr erstes Libretto, »Der kleine Prinz«, als Auftragswerk des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München mit der Musik von Philipp Manuel Gutmann erfolgreich uraufgeführt (Wiederaufnahme im Frühjahr 2026). Sie lebt in der Schweiz.

Josef Leitner
Leitner Josef wurde 1960 in ZwettI/NÖ geboren. Aus beruflichen Gründen wurde er 1980 im Weinviertel sesshaft.
Seit seiner Jugend setzt er sich mit der Fotografie auseinander. Sein Hauptaugenmerk beim Fotografieren ist vielseitig und darauf ausgerichtet Augenblicke, Momente, Situationen und Stimmungen so festzuhalten, dass sie dem Betrachter als lebendig und charakteristisch erscheinen.
Durch die jahrzehntelange Anwesenheit bei Konzerten und Jazzfestivals ist sein Bekanntheitsgrad groß. Seine fotografischen Aufnahmen werden gerne von national und international bekannten Musikern für Plakate, Folder, Covers und Profilbilder verwendet. Auch im kulturellen und privaten Bereich finden seine fotografischen Aufnahmen große Anerkennung.

©Nadja Meister
Milan Ráček
Geb. am 29.10. 1943 in Zlin (Tschechien). Absolvierte Höhere technische Lehranstalt für Flugzeugbau in Uh. Hradiště und später die Fachschule für Museumskunde im Nationalmuseum Prag. Zweijähriger Präsenzdienst „ohne Waffe“ in der Tschechoslowakischen Armee (1962 – 1964). Nach einem einjährigen Aufenthalt an der Biologischen Station Serahn (1966 – 1967) in Mecklenburg (DDR) folgten kürzere Arbeitsaufenthalte in Olomouc (Olmütz) und Šumperk (Mährisch Schönberg). Als Folge des Einmarsches der Truppen des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei Emigration nach Österreich. In Abwesenheit wegen „subversiver Tätigkeit“ und „unerlaubten Aufenthalt im Ausland“ zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt. Seit 1969 Mitarbeiter des NÖ Landesmuseums in Wien und St. Pölten. Von 2001 bis 2007 Leiter der Galerie für zeitgenössische Kunst „Ausstellungsbrücke“ im Regierungsviertel St. Pölten. Mitglied des Österreichischen P.E.N.-Klubs und der Autorenvereinigung PODIUM. Zuerst verfasste er Es wurden bislang 17 Bücher veröffentlicht.

©Maria Frodl
Judith Fliedl
Judith Fliedl ist eine in Wien lebende Violinistin, die zu den vielseitigsten österreichischen Geigerinnen ihrer Generation zählt. Sie arbeitet gleichermaßen im klassischen wie im zeitgenössischen Repertoire und verbindet diese Bereiche in ihrer interpretatorischen und forschenden Praxis. Sie ist mehrfache Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe, darunter der Brahms-Wettbewerb, Massimiliano Antonelli, Manhattan Competition sowie die Jeunesse Musicales featured Artist Auszeichnung. Im Herbst 2025 wurde sie mit dem internationalen Reate-Preis für Neue Musik ausgezeichnet.
Als Solistin und Kammermusikerin ist sie international aktiv; Konzertreisen führten sie u. a. in
die USA, Kanada, Korea, England, Deutschland, Frankreich, Norwegen und Japan. Sie gastierte bei Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem Oxford Chamber Music Festival, dem Pablo Casals Festival, den Wiener Festwochen, dem impuls Festival Graz, Settembre Musicale und dem Beethovenfest Sandefjord und konzertiert regelmäßig im Wiener Konzerthaus und Musikverein Wien.
In der Saison 2025/26 ist Fliedl solistisch bei Wien Modern, ZeitGenuss Karlsruhe, Music
Current Dublin, im MuTh Wien, beim Carinthischen Sommer sowie weiteren internationalen
Festivals zu hören.
Parallel zu ihrer Konzerttätigkeit war sie von 2023-2026 Residenzmitglied des Klangforum Wien und ist seit 2023 Junior Researcher an der Kunstuniversität Graz, wo sie zu neuen Konzertformaten und Fragen der Publikumsinvolvierung forscht. Sie erhielt das Startstipendium 2023 sowie den Best Practice Award 2024 und kuratierte das Festival Sonify sowie das erste österreichweite Doktorand:innen-Symposium für künstlerische Forschung.
Ihre musikalische Ausbildung erhielt sie am Mozarteum Salzburg (bei Igor Ozim und Pierre Amoyal), am Royal College of Music und Trinity College of Music London, im Postgraduate-
Programm des Klangforum Wien sowie im Kammermusikstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

©JuliaWesely
Elisabeth Plank
Als international gefragte Solistin & Botschafterin ihres Instruments hat sich Elisabeth Plank auf den Konzertpodien etabliert & präsentiert die Harfe genauso vielseitig wie aufregend.
Ihre Konzerte führen sie zu internationalen Bühnen wie dem Musikverein Wien, Harpa, Dubai Opera, Konzerthaus Berlin, NOSPR, MDR Musiksommer, Festival de Música Clásica Bogotá. Als Solistin konzertiert sie mit dem Barockensemble der Wr. Symphoniker, Wiener KammerOrchester, Iasi Philharmonic oder den Thüringer Symphonikern. 2019-21 war Elisabeth Plank „Great Talent“ des Wiener Konzerthaus und ist als erste Harfenistin musikalische Botschafterin für NASOM.
Mit ihren vier Soloalben begeistert sie die internationale Fachpresse. 2023 erschien Mozarts KV299 mit dem RSO Wien bei der Reihe „Next Generation Mozart Soloist“.
Der Romantikkeller Franz Schuh
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